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Waldemar "Das Original"

1992 - Waldemar, wie ihn die Oldenburger kennen. 



Waldemar "Das Original"

 

Waldemar gehört zu Oldenburg wie der Lappan und das Schloß hat einmal ein Oldenburger treffend formuliert. Tag für Tag unterhält er uns als Straßenmusikant und wurde damit zu einem "Stück Oldenburg". Mit Fleiß, Freundlichkeit und seiner "Musik" hat er sich einen Platz in unserer Gesellschaft erobert. Dafür verlieh ihm die NWZ die Auszeichnung "Oldenburger des Jahres 2005"

Er hat es verdient respektiert zu werden. Denken sie daran, wenn sie Waldemar und seine "Musik" demnächst wieder einmal sehen und "hören".




Bild rechts:
Waldemar heute, mit seinem "Arbeitsgerät" der Gitarre und dem Musikwagen.
 


1972 - Kurze Zeit hängte Waldemar die Gitarre an den Nagel, um Schmuck zu verkaufen. Wenn aber die Augen der Kinder an seinem Stand groß und größer wurden, hat er ihnen oft ein Stück geschenkt. Da er selbst auf jeden "Pfennig" angewiesen war, konnte er damit nicht existieren und griff wieder zur Gitarre.



 
Waldemar Weisskopf wurde 1940 in Ostpreußen geboren. Durch die Ereignisse des Krieges kam er 1946 mit seiner Mutter, Großmutter und dem Bruder nach Oldenburg. Der Vater war im Krieg gefallen. Nach einigen Wochen im Auffanglager an der Edewechter Landstraße lebte die ganze Familie lange Zeit in einem Zimmer am Hartenscher Damm. Um Überleben zu können mußten die Kinder schon früh etwas zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Bereits während seiner Schulzeit unternahm Waldemar Botengänge für Oldenburger Firmen. Mit 16 bekam er seine erste Gitarre geschenkt. Sie weckte in ihm den Wunsch Musiker zu werden. Zuerst imitierte er sein Idol Elvis Presley um dann später auf Schlager und Volksmusik umzusteigen. Sein Publikum suchte er sich in Gaststätten und auf der Straße. 1982 heiratete er seine Frau Silven. Nach einer schweren Erkrankung wurde sie 1984 in einem Pflegeheim untergebracht. Inzwischen erlag sie ihrem Leiden. Waldemar besuchte sie regelmäßig und spendet ihr Trost.

Bild rechts:
Waldemar Weisskopf in den 60ern.