Friedrich Augustīs Tod
Die Jachten Lensahn I-III
SKH und die Automobile
Anna Feilner
Edith Maria Ruß
Drehorgelspieler Martino
Günther Mühl
Vater Rempe
Waldemar "Das Original"
August Hinrichs
Fritz Hoopts
Elise Lasius
Wilhelm Degode
Erna Schlüter
Franz Anton Högl
Alfred Bruns
Fritz Gieske
Paul Kaske
Georg Klages
Wilhelm Morisse
Wilhelm Wisser
Bobby Harings
Hinnerk Krüselkopp
Rob (Robert) Griffel
Blindenführhundschule
August Schwartz
Baptistengemeinde
Einwohnerbuch 1844
Adressbuch 1880
Einwohnerbuch 1922
Oldenburger Mäzene

Stiftungen und Legate der Stadt Oldenburg 1914

Die Stadt Oldenburg verwaltete vor dem ersten Weltkrieg unzählige Stiftungen und Legate.
Im Gegensatz zu den Immobilien-Stiftungen verloren die Kapitalstiftungen durch die Inflation im Jahre 1923 ihr gesamtes Vermögen. Die zum Teil mehrere hundert Jahre alten Stiftungen waren plötzlich für immer verloren. An dieser Stelle soll an die vergessenen, großherzigen Stifter erinnert werden.




VELSTEINISCHES STIPENDIUM

Gestiftet von der Witwe des Konsistorialrats Hermann Velstein, Oldenburg.
Bestimmt für Theologie Studenten augsburgischer Konfession. Kapitalbestand 84.200 Mark.
Hermann Velstein (+22. 3. 1635 in Oldenburg) war Rektor und Konsistorialrat an der damals noch jungen Lateinschule in Oldenburg. Er war Verfasser der ersten Oldenburger Schulordnung von 1614.



VON DER LOOSCHE STIFTUNG

Gestiftet von Fräulein Adelheid Auguste Marie von der Loo. Gestorben am 30. Januar 1822 in Oldenburg.
Bestimmt zur Unterstützung verwaister, unverheirateter und unvermögender Töchter, zivil- und geistlicher herrschaftlicher Bedienten vom Stande. Kapitalbestand 32.300 Mark.



VON HARTENSCHE STIFTUNG

Vermächtnis der am 23. Dezember1847 verstorbenen Obergerichtsanwalts-Witwe von Harten, Oldenburg.
Bestimmt für dieselben Personen wie bei der v. d. Looschen Stiftung und außerdem für Töchter von Anwälten, Ärzten und Personen ähnlicher Stellung. Kapitalbestand 57.400 Mark.



LEGAT DES RATSHERRN CONRAD HEINRICH HEGELER

Im Testament vom 1. Oktober 1846 bestimmt für verschämte Arme. Kapitalbestand 3.200 Mark.



LEGAT DER WITWE DES KAUFM. GERHARD MENGERSSEN, MARIE MARGARETHE geb. KLÄVEMANN

Verstorben am 2. Dezember 1853. Bestimmt für verschämte Arme. Kaptalbestand 500 Taler Gold.



LEGAT DES PROFESSORS GREVERUS

Johann Paul Ernst Greverus, verstorben am 15.8.1859 in Oldenburg, wurde 1827 zum Professor und Rektor des Gymnasiums in Oldenburg ernannt.

Bestimmt um armen Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Kapitalbestand 1.200 Mark.

Greverus entwickelte in Oldenburg das humanistische Gymnasium, das mehr als hundert Jahre prägend auf Schüler und Lehrer wirkte.



STIFTUNG DER EHELEUTE JOHANN MEENEN UND FRAU, GESCHE geb. HARMS

Bestimmt für alte, hilfsbedürftige Mitbürger die sittlich unbescholten und nicht aus Armenmitteln der Gemeinde unterstützt werden. Kapitalbestand 21.300 Mark



LEGATE DES PRIVATGELEHRTEN HINRICH BORCHERT LÜBSEN

Am 23. September 1865 in Altona verstorben.

Bestimmt für Bildungs- und Wohltätigkeitszwecke und für solche Stiftungen und Anstalten.



DIE BECKER-SATTLER-STIFTUNG

Vermächtnis der am 5. Oktober 1867 in Holzkamp verstorbenen Antoinette Rosine Henriette Sattler, verehelichte Strubberg.
Bestimmt zur Erziehung armer Kinder, die nicht aus Mitteln der Gemeinde unterhalten werden. Kapitalbestand 29.200 Mark.



DIE VON FREITAGSCHE STIFTUNG FÜR KRANKENPFLEGE DURCH DIAKONISSEN

Vermächtnis der Freiin Julie von Freitag.
Bestimmt zur Deckung der Kosten die aufgewendet werden müssen um für die Stadt Oldenburg Diakonissen zu gewinnen, deren Bestimmung es ist, Kranke der Stadt in ihren Privathäusern zu pflegen. Kapitalbestand 5.400 Mark.



ALTERSVERSORGUNGS-STIFTUNG DES RATSHERRN FORTMANN

Gestiftet am 1. Mai 1880. Kapitalbestand 16.200 Mark.



HENNINGSCHER LEGATENFUNDUS

Vermächtnis des Bürgermeisters Johann Hennings in Oldenburg vom 22. Juni 1612.

Bestimmt für arme Schüler und elternlose Kinder. Kapitalbestand 11.000 Mark.



LEGAT DES KAUFMANNS RENKEN

Testament vom 23. Dezember 1815.
Bestimmt zum Besten der Armen der Stadt, besonders aber der Armen die zum Handelsstande gehören. Kapitalbestand 500 Taler Gold.




DAS WARDENBURGSCHE LEGAT

Vermächtnis der Witwe des Generals Wardenburg
(verstorben am 29.5.1838 in Oldenburg) Helene Elisabeth Wilhelmine geb. Hegeler.

Bestimmt zum Besten der Armen der Stadt. Kapitalbestand 990 Mark.



VERMÄCHTNISSE FÜR DIE KLEINKINDER-BEWAHRANSTALT

Vermächtnis der Großherzogin Cäcilie.
2000 Taler Gold.
Vermächtnis des Fräulein Cordes, Oldenburg. 322 Mark.
Legat des Stadtdirektors a. D. Dr. Klävemann, Varel. 10.000 Mark.
Geschenk des Kaufmanns Hugo Meyer, Bremen. 1.000 Mark.
Vermächtnis des Staatsministers von Brandenstein, Oldenburg. 3.380 Mark.



DIE SCHULZESCHE STIFTUNG

Vermächtnis des Ratsherrn Anton Gottfried Conrad Schulze und dessen Schwester Christiane Dorothea Wilhelmine Schulze.
1. Unterstützung für hilfsbedürftige, über 50 Jahre alte Bürger der Stadt. Kapitalbestand 225.900 Mark.
2. Unterstützung für hilfsbedürftige, über 50 Jahre alte Mitglieder der Stadt, die nicht in ein Krankenhaus aufgenommen werden wollen oder können. Kapitalbestand 75.000 Mark.
3. Für Diakonissenarbeit. Kapitalbestand 15.000 Mark.
4. Beihilfen für junge, unbemittelte Mädchen evang. Konfession, die sich zu Diakonissen oder Krankenpflegerinnen ausbilden wollen. Kapitalbestand 22.500 Mark.
5. Unterstützung für Epilepsie Kranke. Kapitalbestand 10.000 Mark.



DR. MED. SCHÜßLER-STIFTUNG

Vermächtnis des am 30. März 1898 in Oldenburg verstorbenen Arztes Dr. med. Schüßler.
Die Einkünfte sind bestimmt zur Unterstützung würdiger und bedürftiger Personen ohne Unterschied des Glaubens und der Kofession. Wer eine Unterstützung aus dieser Stiftung beansprucht, muß 3 Jahre in Oldenburg ansässig sein. Kapitalbestand 76.000 Mark.
Schüßler, praktizierender Arzt in Oldenburg, war Begründer der weltweit anerkannten Heilmethode "Biochemie".



DIE CHRISTINE OPPENHEIM-STIFTUNG

Vermächtnis des Verlagsbuchhändlers Robert Oppenheim, Berlin, vom 14. August 1893.
Bestimmt als Beihilfen für die in der Stadt Oldenburg geborenen, bedürftigen, unverheiratet gebliebenen oder verwitweten Damen besserer Stände. In erster Linie sind Lehrerinnen in oder außer Dienst zu berücksichtigen. Kapitalbestand 7.000 Mark und 330 Pfd. Sterling.



DIE KÖHLERSCHE STIFTUNG

Vermächtnis des 1893 in Oldenburg verstorbenen Oberhofintendanten Köhler.
Bestimmt für die Instandhaltung von Grabstellen auf dem Gertruden-Kirchhof. Kapitalbestand 2.000 Mark.



DER HAAKE-FONDS DER BÜRGERFELDER SCHULE

Legat des Gutsbesitzers Aug. Haake, Diedrichsfeld und der Frau Stallmeister Haake Ww..

Bestimmt als Beihilfe für Volksschüler aus dem Bezirk der Bürgerfelder Schule, die mit besonders guten Zeugnissen aus der Schule entlassen werden. Kapitalbestand 3.900 Mark.



DIE NANNIGER STIFTUNG

Vermächtnis des am 4. Oktober 1905 in Oldenburg verstorbenen Fräulein Antonie Luise Nannyer, genannt Nanniger.
Betimmt für die Armen der Stadt. Kapitalbestand 3.200 Mark.



DIE EGGERS-STIFTUNG

Vermächtnis des Kahnschiffers Johann Dietrich Eggers, verstorben am 15. Februar 1904.

Bestimmt für bedürftige, unbescholtene Bürger der Stadt. Kapitalbestand 6.100 Mark.



DIE ROSENBOHM-STIFTUNG

Vermächtnis des am 1. Februar 1873 in Oldenburg verstorbenen Fräuleins Anna Marie Elisabeth Rosenbohm.
Bestimmt zur Unterstützung unverheirateter, unvermögender Töchter von Einwohnern der Stadt Oldenburg. Kapitalbestand 11.300 Mark.



VON ERLANGERSCHE STIFTUNG

Geschenk der Barone von Erlangen, Frankfurt a.M..
Bestimmt als Prämien für fleißige Kinder der städtischen Volksschulen. Kapitalbestand für die evangelischen Volksschulen 4.700 Mark und für die katholischen Volksschule 1.800 Mark.



DIE ROESICKE-STIFTUNG

Vermächtnis des am 19. Juli 1910 in Berlin verstorbenen Rentners Bernhard Roesicke.
Bestimmt für die Krüppel und Blinden der Stadt. Kapitalbestand 50.000 Mark.



DIE HOTES-STIFTUNG

Vermächtnis der am 13. August 1910 in Oldenburg verstorbenen Frau Medizinalrat Dr. Hotes.
Bestimmt für die Gesundheitspflege der Stadt und für die Errichtung eines Krematoriums. Kapitalbestand 9.000 Mark.



DIE WIESENBACH-STIFTUNG

Vermächtnis des am 10. Dezember 1910 in Hamburg verstorbenen ehemaligen Bankdirektors Friedrich Wiesenbach.
Bestimmt für mildtätige Zwecke. Kapitalbestand 20.000 Mark.



DIE ALWIN-HÜSCHEN-STIFTUNG

Vermächtnis des am 24. Dezember 1911 in Oldenburg verstorbenen Rentners Alwin Hüschen.
Bestimmt für wohltätige Zwecke. Kapitalbestand 22.600 Mark.