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Weinhandlung Wille



Weinhandlung Carl Wille

Carl Wille ging 1856 bei dem Küper (Böttcher) Stührmann Staustraße 12, in die Lehre. 1865 übernahm er die Küperei seines Lehrherrn (oben).
Am 15.10.1871 heiratete er Franziska Johanne Margarethe Kayser.

Carl Wille war ein guter Geschäftsmann. Die Böttcherei entwickelte sich sehr gut. Seine Frau stellte zusätzlich aus Obst Wein her. Dies war der Einstieg ins Weingeschäft. 1905 wurde das Grundstück Kaiserstraße 12 und 13 gekauft. Dort wurde ein Geschäftshaus mit großen Kellereien und Lagerhäusern errichtet. Das Hauptgewicht wurde auf den Handel mit deutschen und ausländischen Weinen gelegt. Obstweine, Liköre und Sekt wurden im eigenen Haus hergestellt. Mit dem Wachsen des Weinhandels verlor die Böttcherei an Bedeutung und wurde eingestellt.




 

CARL WILLE, Oldenburg *3.5.1841 +27.1.1915

1914 - Vor dem Geschäftshaus an der Kaiserstraße. Der Wagen mit dem Weinfaß wurde wohl für einen Umzug (Kramermarkt?) hergerichtet.



1923 - Briefblatt der Firma Carl Wille. Die Abbildungen zeigen links die Kaiserstraße und rechts die Gebäude am Stau.



Nach dem ersten Weltkrieg war die Firma Wille die größte ihrer Art im nordwestdeutschen Raum. Sie hatte feste Vertreter in allen größeren Städten und einen Stab von Reisenden. Das Geschäft wuchs ständig. Mit Bankkrediten wurde investiert und ausgebaut. Mit Einsetzen der Weltwirtschaftskrise und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit ging der Umsatz stark zurück. Die Firma konnte die übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllen. 1932 kam es zur Stillegung und Auflösung der Firma.



1911 - In Fässern importierte Carl Wille den Wein aus Portugal. Vom Stau aus konnten die Fässer direkt in die Lagerhäuser gerollt werden. Eine Spezialität war "Willes Duro-Portwein" und der "Medizinalwein Levante Doktor".



1885 - Carl Wille und seine Frau Franziska Johanne Margarethe Kayser mit ihren sieben Kindern.