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Der Pferdemarkt


Der Pferdemarkt war für Oldenburg stets ein bedeutender Platz, der häufig einem "Funktionswandel" unterworfen war. Bereits 1682 wird er als "Marktplatz vor Oldenburg" und "Treffpunkt der Pferdezüchter" erwähnt. 1803 erhielt er seine Konturen, als Herzog Peter Friedrich Ludwig den Platz anlegen ließ.
Mitten über den fast quadratischen Platz führte die
Heiligengeiststraße. Baumreihen gaben der Straße einen Allee-Charakter. Auch der Platz wurde mit Bäumen bepflanzt um den Pferden und ihren Verkäufern Schutz zu bieten (siehe Plan).
Die Eisenbahnline wurde erst 1867 am südlichen Teil des Pferdemarktes verlegt. Bis dahin war die heutige 91er Straße noch Teil des Pferdemarktes.



Rechts: Auszug aus dem Stadtplan von 1850.


1850 - Die Grafik zeigt wie sich die beiden Kasernen, rechts und links der Heiligengeiststraße, in den Platz einfügen.



1906 - Blick über den Pferdemarkt und die Stadt Oldenburg. Rechts die Heiligengeiststraße mit dem beschrankten Bahnübergang und links der Bahnübergang Rosenstraße (heute Am Stadtmuseum). Die Aufnahme entstand vom Dach der Kaserne.



Im Norden wurden auf dem Platz, nach den Plänen von Heinrich Carl Slevogt, zwei identische
Kasernen gebaut die wie ein Tor den Pferdemarkt begrenzten
(siehe Grafik oben). Mit den Kasernen änderte der Pferdemarkt auch seine Funktion: er wurde zum Militärstandort und Exerzierplatz.

Am 20. Sept. 1895 wurde die Kaserne auf dem östlichen Pferdemarkt durch einen Brand zerstört.



1878 - Die am 20. September 1895 abgebrannte Kaserne auf der östlichen Seite des Pferdemarktes.



1877 - Die beiden Kasernen von der Donnerschweer Straße aus gesehen. In der Bildmitte die Heiligengeiststraße.



Bilder oben: Die 1895 durch einen Brand zerstörte Kaserne auf dem östlichen Pferdemarkt. 1902 wurde an dieser Stelle die heute von der Landesbibliothek genutzte Infanteriekaserne errichtet.

Bilder unten: Die Slevogt-Kaserne auf der westlichen Seite des Pferdemarktes. Die Stadt erwarb 1938 die Kaserne. Nach gründlicher Sanierung ist seit 1984 ein Teil der Stadtverwaltung dort untergebracht.



1923 - Die Kaserne, geschmückt für eine Regimentsfeier.



1925 



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